Behandlung

Die osteopathische Untersuchung beginnt mit der Anamnese. Bei einem ausführlichen Gespräch erkundige ich mich über die Beschwerden, die Vorgeschichte, Verletzungen, Operationen und schwerere Erkrankungen. Relevante Ereignisse können auch schon in der frühen Kindheit liegen.

Der nächste Schritt der Untersuchung ist die Inspektion. Dabei betrachte ich den stehenden Körper von allen Seiten und achte auf statische Auffälligkeiten wie Wirbelsäulenverkrümmungen etc. Anhand von Symmetrieverschiebungen kann man häufig schon Regionen eingrenzen, in denen eine Spannungsveränderung im Körper vorliegen könnte.

Die eigentliche „osteopathische“ Untersuchung ist die Palpation, also die Untersuchung des Körpers durch Abtasten und Befühlen mit den Händen.

Ich beginne die Palpation in der Regel mit einer globalen Untersuchung vom Kopf und von den Füßen aus, mit der ich mir ein Bild über die Vitalität des gesamten Körpers mache. Anschließend untersuche ich die einzelnen Regionen des Körpers (Wirbelsäule, Kopf, Brust, Bauch, Becken, Arme und Beine). Wenn ich einem Bereich einen auffälligen Vitalitätsverlust oder eine Spannungsveränderung finde, untersuche ich mit spezifischen Tests ebenfalls mit den Händen alle Komponenten dieser Region, die für diese Auffälligkeit in Frage kommen (Knochen, Muskeln, Sehnen, Faszien, Organe, Nerven- und Blutversorgung).

Normalerweise entdecke ich bei der osteopathischen Untersuchung mehrere Bereiche im Körper, deren Funktion gestört ist.

Bei der Behandlung entscheide ich mich für die Regionen, die momentan die Gesamtfunktion des Körpers am stärksten beeinträchtigen. Die Selbstheilungskräfte können dann besser wirken, und andere Funktionsstörungen werden oft „von selbst“ behoben.

Der Therapieverlauf hängt von der Vitalität des Körpers, der Art der Funktionsstörungen und deren Anzahl ab. Bei oberflächlichen Störungen genügt oft schon eine Behandlung, bei tiefsitzenden Störungen können drei bis zehn Behandlungen im Abstand von einer Woche bis zu mehreren Monaten empfehlenswert sein.

Jeder weiteren Behandlung geht wieder eine ausführliche Untersuchung voraus, um eingetretene Veränderungen berücksichtigen zu können.